Juli 2008

KEINE ALTE HIPPIESCHEISSE, ABER EIN WENIG MEHR LIEBE IM ALLTAG… DER SOMMER 2008 KANN BOMBASTISCH WERDEN, WENN WIR DAS WOLLLEN. MC ANLIKER ZUM MOKKA SUMMERDANCE VOL.1/08

Liebe Leserinnen und Leser, in dem ihr diese Zeilen lest, gehört ihr schon schwer zu der geistig und intellektuellen Elite dieses Landstriches und dies erst noch in einer Zeit, wo alle viereckige Augen haben, der Mailsurfer nur noch ein Drittel des normalen Volumens zu bewältigen hat und  Sponsoren-Gesuche für wirtschaftlich unbedeutende <Kultur-für`s-Volk-Anlässe> schon gar nicht mehr beantwortet werden.. Vielen Dank schon mal… Ihr habt die Qual der Wahl… geschrieben werden jeden Tag weltweit Milliarden von Seiten, ihr könnt wählen was ihr lesen mögt, aber wir, wir haben nur unser Herzblut in die Schale zu werfen, nicht wenig eigentlich… aber halt immer auch etwas sehr gefährliches… verliert das Herz zuviel Blut, hört es am Ende mit pumpen auf….. und das ist dann nicht mehr lustig sondern sehr gefährlich, denn in der  Zeit der viereckigen Augen wird im Fall viel zu wenig Blut gespendet… ( keine Zeitungsente), darum dürfen wir nicht zuviel Herzblut verlieren diese Tage! Ohne Herzblut geht es aber definitiv nicht mit unserem Planeten Mokka, der gerade wieder die Laufbahn der Erde soweit kreuzt, dass die Leute umsteigen können….. IIIIschtige… Platz nääh… für di nächschti Rundi… äs isch Dame wahl…!!! IIIschtige… Platz nääh……

Es ist  Sommer geworden, aber richtig satt…. und wie könnte es anders sein…. es ist schon fast wieder zu heiss an den Tastaturen, hinter den Drehbänken, hinter Gastrotresen und in den endlosen Büros unseres Honiglandes….. aber wir müssen uns wohl immer mehr daran gewöh nen, dass wir mit Extremen im Wetterbereich zu rechnen haben… Ich habe auf meinem Süd seite Balkon schon morgens um 8 Uhr  um die 30 Grad…. und so liege ich nach kurzer Nacht mit Hitzestau im Bett  und flüchte ins  Tagesgeschäft… auch nicht schlecht, es gibt ja gerade im Sommer viel zu T(h)un  in und um unseren Betrieb. Trotz guten Geschäften ist die Wirtschaft nicht sehr spendierfreudig, was mir im Moment zu schaffen macht, weil ich für unser Festival <AM SCHLUSS 08> immer noch die Finanzierung sichern muss…. noch fehlen zig Tausend Franken…… in 30 Tagen ist die ersten Show…aber… Inshalla…. Die übergeordneten Mächte waren meiner Arbeit schon hunderte von malen wohlgesinnt und das wird hoffentlich auch diesmal nicht anders sein….. Inshalla….. Mit dem Alter und der stetig wachsenden Lebenserfahrung bekommt der Mensch eine Art Gelassenheit und zudem: der Bauer, der auch frisst was er nicht kennt, hat es da ein wenig einfacher weil doch um uns herum immer mehr Unbekanntes als Bekanntes ist. Die Mischung zwischen diesen beiden Teilen ist bei der Programmation des Clubs wie des Festivals entscheidend, denn nur mit einem Anteil Bekann tem ist der/die Besucher/in auch beim Unbekanntem dabei. Das Festivalprogramm, unter WWW.AMSCHLUSS.CH oder bei WWW.MOKKA.CH unter FESTIVALS, ist dieses Jahr  wieder eine grosse Wundertüte und auch hier ist man mit Neugierde, mit Entdeckungsdrang und Offenheit am besten bedient.

MOKKA SUMMERDANCE VOL.1/08 ist ein Anlass, der auch schon auf 14 Jahre Kontinuität zurück blicken kann. Am Konzept haben wir nicht gross geschraubt, es ist einfach so, dass die Menschen und damit auch die Gesellschaft komplett an einem anderen Ort stehen als damals und auch die heutige Musikkultur dermassen nichts mehr mit derjenigen von 1994 zu tun hat… aber gar nichts mehr. Damals besuchten sich die DJ`S gegenseitig an ihren Set`s, wie man dem <Auflegen> damals sagte und alle waren interessiert an den Neuerscheinungen z.B. eines neuen, hypen Labels oder an einem DJ aus Bayreuth oder Wolfenschiessen…… Heute ist ein DJ ein Dienstleister, wie die Verkäuferin am Tankstellenshop oder so, er, und sehr viel weniger sie.., gehört zum Inventar, was leider die Qualität der abgespielten Musik nicht besser werden lässt, weil der Dienstleister ganz klar für die Kunden arbeitet und somit gefällig ist, auflegt was die Leute schon hundertmal gehört haben und das ihnen so genannt gefällt. Klar gab es früher die <Anti> Plattenleger, diejenigen, die fast beleidigt waren, wenn jemand an ihrem intellektuellen Set getanzt hat…. aber wir waren eben ein Underground Club und das schräge, nicht gefällige gehörte eben auch zum Underground. WIR KÄMPFTEN GEGEN DAS PACKEIS UND ERTRANKEN IM SOFTEIS !!! In etwa so….

Die Zeit ist nicht aufzuhalten und 30 Jahre Bombardement der Wirtschaft mit Werbebotschaften aller Art  haben bei uns allen Wirkung erzielt, wir sind abgeschliffen und extrem geeicht, wenn es darum geht das Elend unseres Systems zu übersehen… Etwas, was uns damals sehr peinlich gewesen wäre…. aber das war damals. Heute kann ein Kiffer voll bedröhnt mit 4 Schweizer Kreuzen auf der Wange in der Public-Viewing-Zone sitzen und Imperialisten-Bier trinken…… und das ist normal… Heute. Zu meiner Hippiezeit war jeder der gekifft hatte ein guter Mensch und fast dein Freund….. gut, es gab damals in Thun auch noch keine 100 Hippies… aber das war natürlich auch die naive Vollkrise… wenn ich ehrlich sein will. Heute hat es so viele Kiffer, überall, Herr Iseli.. die Betonung liegt auf überall.!!!!!!, dass es selbst kiffende Nazis gibt… etwas was noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre….. auch kiffende Agros waren früher undenkbar…. kiffen war extrem: Love, Peace  + Happyness, damals. Ich habe letzten Samstag, 21. Juni 08, auf ARTE den Rolling Stones Dokufilm über das legendäre Stones <Free Konzert> im Dezember 1969 im Californischen Altamont gesehen…… Das war das Ende des <Summer of Love> , einer Medienkonstruktion mit dem man diese Hippie-Bewegung greifbar machen wollte…. 200`000 dermassen betäubte Menschen mitten <In the middle of the nowhere>, alles Hippies.. aber nirgendwo war Sensitivität oder Rücksicht zu sehen… alle waren einfach sich selber am nächsten, wie heute …. Es waren auch alle mit dem Auto unterwegs, damals wie heute…. Der Mensch scheint nicht wirklich weiter gekommen zu sein, ausser beim Konsumieren und  bei der Umweltzerstörung.

Probieren wir doch wieder so etwas wie der <Summer of Love> zu Leben… nicht so eine voll bedröhnte Hippiescheisse… Nein! Ein Sommer, wo die Menschen sich auf kleinen Inseln in Friede treffen und sich, die anderen Besucher, die Insel und deren Betreiber mit RESPECT behandeln, weil es ja gar keinen Grund gibt, den anderen mit Hass zu begegnen. Eine der Inseln bieten wir hier an der Allmendstrasse in Thunesien an… wen de weisch wasi meine…..
2008 könnte ja einen guten Jahrgang geben… wir haben es in der Hand und können selber bestimmen was in die Geschichte eingehen wird…..

IN DEM SINN WÜNSCHE ICH EUCH EINEN GUTEN SOMMER MIT VIELEN SCHÖNEN BEGEG NUNGEN UND ALLEM SINN…. EUER: MC ANLIKER,  MASTER OF A LONG LONG SUMMER,  MASTER OLD SCHOOL MODERN LIFESTYLE

CAFE BAR MOKKA

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