Oktober 2007

DER SOMMER 2007 WAR EIN LIEBER… NACHBARN KÖNNEN DEINE GEMÜSESUPPE VON WEITEM VERSALZEN…. WO WERDEN DIE MUSIK KONSUMENT/INNEN IM HERBST SEIN ??? SO ODER SO, DIESE ÜBERSCHRIFT IST LÄNGER ALS IM THUNER TAGBLATT MÖGLICH… UND DAS IST SCHON MAL ETWAS… MC ANLIKER ZUM OKTOBER 2007

Es kommt mir fast ein wenig ungewohnt vor, die Tastatur meines Powerbooks vor mir zu haben, die zum Glück beim Schreiben nicht so klappert, wie die Schiffspassagiere auf den letzten  Abendrundfahrten der Thunersee Sommersaison 2007. (Es war wie auf einer Kreuzfahrt nach Spitzbergen, durch die Fjorde… Nur die Seehunde fehlten und die Bordkapelle spielte leider <La Paloma> nicht… Aber von den Temperaturen her, war es schon eher Nordsee den Thunersee am Ende der Sommersaison…) Dass es Herbst wird, ahne ich nicht erst seit ich heute, meinen Terminplan für die nächsten 3 Wochen studiert habe… Hey Man, das chasch im fau nid schtudiere… Die wichtigste Erkenntnis: Ferien gibt es keine! Meine Notlüge dazu kam umgehend: Ferien ist etwas für Leute, die in ihrem Alltag die kleinen Sachen nicht sehen und die nicht geniessen können…. Guet MC, däh hesch suber pracht! Geplant war ursprünglich eine Reise nach Usbekistan am Ende des Sommers, die aber aus termintechnischen Gründen auf den Frühling 08 verschoben wurde, was mir gar nicht so ungelegen kam. Ich bringe Euch dann von der Frühlingsreise wieder viele schöne Fotos mit, die auf WWW.MOKKA.CH unter <Specials> aufgeschaltet werden… versprochen.

Das Webtool <Special> ist soeben neu aufgelegt worden und funktioniert nun wie ein I-Photo Programm, mit Diashow und Musik, das die vielen Bilder aus meiner Canon IXUS 500 zu Euch nach Hause bringt und Euch ein wenig die Augen ausspühlt….  Bilder aus Usbekistan hat es jetzt schon ein paar Hundert auf der Mokka Site und auf der nächsten Reise kann ich vielleicht von  Chiva / Usbekistan durch die Wüste von Turkmenistan nach Turkmenbasy und von dort mit der Fähre nach Baku, der Hauptstadt von Azerbaijan und weiter nach Tiflis/Georgien und von dort nach Istanbul… Natürlich nicht mit Kamelen… Nach dem Tode des Turkmenischen Diktators Turkmenbasy ist diese Reise vielleicht nun möglich, wer weiss… Fotosujets hätte es auf dieser Route mehr als genug. In Gedanken sitze ich schon in einem Bus durch die Zentralasiatischen Wüsten zwischen dem sterbenden Aralsee und dem Kaspischen Meer… daheim isch me dert wome nid furt chunnt…  aber die Gedanken sind frei… noch..!!!

Zurück zum ausklingendem Sommer 07… Es war für unseren Club eine entspannende Zeit mit viel Arbeit, einigen Wetterüberraschungen, aber durchwegs mit einer Superstimmung auf dem Set und entsprechenden Zahlen in der Buchhaltung. MOKKA SUMMERDANCE Vol.1 + Vol.2 ist mittlerweile eine alte Tante, die weiss, wie man mit dem Sommer umzugehen hat und die sich nicht von jedem Regentropfen aus dem Konzept bringen lässt. Klar sind wir mit unserem Woodstock Propheten Nachbarn vom Restaurant Alpenrösli alles andere als glücklich, aber solange ich mit <dem Guru des schlechten Geschmackes> und <Anwärter des Design Award  1974, Kategorie Sperrmüll> nicht das Bett teilen muss, werde ich das auch überleben… und Nachbarn hat man sich noch nie wirklich auswählen können, das kennt Ihr alle. Wir haben ja  nicht nur den Hippie Nachbarn, nein, wir haben auf der Stadtseite unseres Hauses, seit Mai 07 auch Christen, die in einer Gemeinschaft das Haus Allmendstrasse 12 beleben. Ich nehme mich nun automatisch beim Fluchen ein wenig zurück…. Hey MC, passischti a..????  Aber sonst gehe ich schon davon aus, dass erwachsene Menschen wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie ein Wohnhaus neben einem Musikclub mieten. Der Liegenschaftsverwaltung, als Vertretung der Hauseigentümerin Stadt Thun, habe ich früh angemeldet, dass wir mit einer Wohnlösung nicht wirklich glücklich werden… aber unsere Meinung ist ja wieder einmal nicht wirklich gefragt gewesen, wir sind ja nur die Deppen, die seit 21 Jahren die Allmendstrasse als Motor am Leben erhalten… Nun, die Stadt hat Schwein gehabt, den die Christen sind hart im Nehmen und Tigerbaby hat einen hohen Flirtfaktor, der bei den jungen Frauen gut ankommt und da er bis Mitte Juni immer mit vollen Einkaufstüten, mit den Lebensmittel für die 5 Gänger Musikeressen, vorfuhr, haben die Frauen in ihm so eine Art Heiligen Hausmann gesehen und da die sie eigentlich hauptsächlich am kochen sind, ergab sich so eine Art Stockholm Syndrom zwischen den Opfern des Nachtlärms und des Lärm Terroristen Schäublin. Cool finde ich. Echt cool..!!!

Ich bin ja mittlerweile als Senior CEO nur noch die Schattenregierung und habe mir als Trost und Spielzeug den neuen I-MAC® mit dem 24 Zoll Bildschirm bestellt um mir darauf die YOU PORN® Seiten und die Todesanzeigen auf der Internet Ausgabe des Thuner Tagblatt besser anschauen zu können… auch Cool..!!! A propo Thuner Tagblatt… die vo hie… Wisst Ihr eigentlich, dass ich auch Texte für das Thuner Tagblatt schreibe…??? Dort ist dann das Alter des Fanclubs massiv höher, aber sie sind sehr nett (die Fans) und wenn ich dort von der Redaktion noch weiter geduldet werde, gibt es sicher irgendwann ein Paar Wollsocken aus dem Altersheim Seegarten oder aus dem Falken… Alte Leute sind sowieso dankbar um Texte, die in einer Sprache geschrieben sind die sie noch verstehen und wenn sie mir dann schreiben, und das t(h)un sie wirklich, sind das schöne, handgeschriebene Briefe mit richtiger Anrede und einem wirklichen Satzbau und einer Botschaft. Das wirkt dann wie ein Dokument aus einer längst vergangenen Zeit und berührt mich sehr. Berühmt wird Mann/Frau beim Schreiben für Regionalzeitungen und Musikclubheftli nicht wirklich… aber wenn man im Fernsehen oder, wie ich diesen Sommer, bei Röbi Koller im <Persönlich> auf DRS 1 kommt, da wird man im Handumdrehen bekannt und in den nächsten Wochen von wildfremden Menschen angesprochen und beglückwünscht… Ob sich der Koller das bewusst ist…??? Hey ä Promi..!!!!

Der Sommer 2007 bescherte uns auch das wunderprächtige Musikfestival AM SCHLUSS 07 auf dem zentralen Mühleplatz, das 10 Abende ohne Regen und ohne Probleme mit Nachbarschaft, Kundschaft und Behörden, zur Freude Vieler, schöne Musik aus nah und fern, präsentierte. Es war eine Art Friede, Freude, Eierkuchen Happening, fast ein wenig zu schön um wahr zu sein… aber es war einfach so… Die Künstler waren  alle Superhappy nach ihren Auftritten, der MC war es auch und die Buchhaltung wird auch keine schlaflosen Nächte zu befürchten haben….. Obwohl die Besucher/innen nicht alle merkten, dass sie mit ihrer Spende die Qualität des gebotenen unterstützen und fördern können. Im Vorfeld des Festivals hatte ich grosse Zweifel wegen den engen Platzverhältnissen auf dem Gastropolis Platz und musste hart mit meinem Inneren Schweinehund kämpfen… er wollte immer absagen und sich hinterrücks und feige aus der Affäre ziehen… Arschloch.!! Nachträglich bin ich sehr froh, dass ich ihn besiegt habe… die Erfahrung des diesjährigen Festivals möchte ich nicht missen… es gab so viele kleine und feine Begegnungen am Rande des Anlasses und eine grosse Sympathie aus der Bevölkerung, dem Festival gegenüber und dies auch von Leuten, die früher immer am motzen waren über Mokka, Anliker und Sommerfestivals… Obwohl sie weder mich kennen noch je in unserem Club waren oder an einem Festivalabend. Es kam mir immer vor, als müsste man in Thun über 50 Jahre gute Arbeit machen, um die Grundakzeptanz zu erhalten… manchmal  aber war es nur meine Nasenform, die nicht stimmte oder die Velofarbe… in dieser Sache hat sich zum Glück einiges geändert und der ewige Glaube an die Richtig- und Nötigkeitkeit unseres t(h)uns hat da sicher viel beigetragen  und das ist gut so. Wir waren ja dieses Jahr Veranstalter der 1. August Feier der Stadt Thun… an der die deutsche Swamp Groove Combo <Louisiana Funky Butts> die Schweizer Nationalhymne in einer  ziemlich abgefahrenen Version performte und zwei Thuner Gemeideräte/innen sehr oberflächliche Reden hielten, was mich als Veranstalter sehr irritierte. Nümme isch wi frücher….

Auch die Jungbürger/innen Feier der Stadt Thun genoss das Gastrecht am Festival und dieser Abend wurde echt gut, die geladenen Kids kamen zwar nicht in Scharen aber sie waren so was von süss.. die Bilder  von den Jungen Staatsbürger/innen gibt es auf WWW.AMSCHLUSS.CH zu sehen. Was mich an diesem Anlass extrem störte war der Umstand, das genau 9 Politiker/innen und Behördevertreter anwesend waren.. der gesamte Stadtrat z.b. fehlte geschlossen… die gleichen Leute lamentieren so gerne über das fehlende Interesse der Jugend am Staat… kein Wunder meine sehr geehrten Volksvertreter/innen…!!!  Bei der Premiere der Thuner Seespiele sind diese gleichen Leute  jeweils vollständig anwesend… Ok, das Buffet ist opulenter und es gibt einen VIP Pass mit dem Swisscom oder Coop Halsband zum Umhängen. Hueregeil! So käuflich und inkonsequent sind unsere gewählten Volksvertreter/innen… Es ist zu empfehlen, solche Dinge bei den nächsten Wahlen wieder in Erinnerung zu rufen, aber bitte vor dem Ausfüllen der Wahllisten. Das Positivste kommt  am Schluss… Das Festival AM SCHLUSSS 08 findet von Donnerstag 24. Juli bis Sonntag 3. August 2008 auf dem Mühleplatz statt. Ihr wisst, wo Ihr uns findet, wenn ihr uns sucht…..!!!!! So Gott will oder Al-lah…??? oder Shiva…??? oder..????

Das war der Sommer 2007… in ein paar Zeilen beschrieben… und zwischen den Fingern zerrieben…..!!!! Die Härte aber kommt für uns erst jetzt… Wir starten unseren Konzertbetrieb, die Tage, mit einem schönen  und Interessanten Oktoberprogramm… aber wissen nicht genau, wem wir das Verkaufen können, wie die Stimmung für Livemusik ist und wo wir stehen ??? Alle Jahre wieder das gleiche Zittern… und doch ist es immer anders… das finanzielle Risiko steigt mit der verwöhnten Klientel und mit dem wandelnden Klima haben wir nun in Thun auch bald ein Klima wie in Lima… ein warmer Herbst ist der Töter.. wir bleiben auf unseren Shows sitzen, holen das Geld bei unserer Bank, solange es dort Geld hat und sind gezwungen den Gartenbetrieb bis zum 19. Dezember aufrecht zu halten, weil wir mit unserem Wilderer Nachbarn einen extrem unsolidarischen Player auf dem Set haben, der genau darauf spekuliert, das wir als Konzertlokal wieder Eintritt verlangen müssen und er so seine Vintage Gartenmöbel, Marke Woodstock, besetzen kann. Scheisse ! Früher waren Wirte Gastronome und Musikclubs waren Musikclubs.. heute hat jeder Wirt das Gefühl er sei ein Musikclub, dafür ist er kein Gastronom mehr und hat die Küche und die Hygiene auf Sparflamme gesetzt, weil man an flüssigen Drogen immer mehr verdienen kann als an Essen und Gastlichkeit. Und…. Wirte waren noch nie wirklich für hohe Intelligenz, Weitsicht und analytischem Denken bekannt.  Zu diesem Thema empfehle ich Euch allen einmal einen Besuch in der Prodega, dem Gastrogrossmarkt in Heimberg..  dem Ort wo die Oberländer Wirte einkaufen.. <9 Feet Under> lässt grüssen !!! Unseren Nachbarn aber kann man im Migros Bälliz, ab 16.30 Uhr, beim Einkaufen zusehen, er gehört schon zur neuen  Gastro Generation. (Heit dir ä Chuuumulus Charte..???? ) Ja so landet man im Kleinkrämertum, ohne dass man es will und das zu erkennen und dem Gegensteuer zu geben ist das wichtigste. Der Geist muss offen sein und die Visionen dürfen nicht im Tunneldenken untergehen..!!!! So oder so, sind wir aber für euch Parat und rechnen mit dem einen oder anderen Besuch, denn auch Menschen ohne Chäppli und über 22 Jahre sind bei uns bedient……….

LIEBE GRÜSSE AUS DEM THUNESISCHEN TREIBSAND SCHICKT EUCH EUER
MC ANLIKERMONSTER OF CEREMONIES UND
SENIOREN CEO CAFE BAR MOKKA THUN

CAFE BAR MOKKA

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