Freitag 29. April 2011

STAFRAENN HÀKON

EIN WEITERER MUSIKALISCHER LECKERBISSEN AUS ISLAND

STAFRAENN HÀKON hat seine musikalischen Wurzeln in der Zeit, als auch Sigur Rós und Múm die ersten sphärischen Töne von sich gaben – und wenn man seine aktuelle, bereits fünfte CD »GUMMI« hört, dann mag man fast von einer Schule sprechen, die ihre ganz eigene schwebende Ästhetik von der Vulkaninsel in den Rest der Welt exportiert. Denn STAFRAENN HÀKON muss sich neben seinen bekannteren Kollegen nicht verstecken, so wundervoll melancholisch, so liebevoll klimperig, so traumsicher schwebend und von langem Atem getragen ist das Album.

Gleich der erste Track »Járn« baut sich immer weiter auf, aus dunklem Glimmen zu symphonisch strahlender Größe. Mit einer blind verständigen Band ausgestattet, und mit Birgir Hilmarsson von Blindfold/Ampop sowie Caspar Clausen und seinem dänischen Efterklang als Sänger, schaukelt sich die Musik ganz sanft und still auf. Immer wieder streuen Synthesizer, ein ganzes Arsenal von Schlag-, Streich- und Blas- und sonstigen Instrumenten aparte, flimmernde Klänge ein, aber die klassische Post-Rock-Besetzung mit verwobenem Gitarrenklang dominiert. Wer die Isländische Traummusik mag, sollte sich STAFRAENN HÀKON merken und glücklich sein über die Möglichkeit, am Arsch der Welt Musik vom anderen Arsch der Welt kennenlernen zu dürfen….

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