Samstag 12. November 2011

NICK BÄRTSCH`S RONIN

AMBIENT WORLD JAZZ. EINE REISE IN NAHE KLANGWELTEN

Die Musik von RONIN vermittelt ein Gefühl der Freiheit, nicht zuletzt durch die periodische Lockerung seiner rituellen Grooves. Im Wort „Llyrìa“, dem Titel des aktuellen Programmes, scheint auch „lyrisch“ auf und feine komponierte Übergänge in beinahe allen Stücken eröffnen erfrischende melodische Möglichkeiten. Es bietet sich nun mehr Raum, um sich in Nik Bärtsch’s Kompositionen hineinzubewegen – mehr Raum zum Atmen. Am Beginn der Aufnahme, auf „Modul 48“ und an anderen Stellen, ist hörbar wie der Bläser Sha diesen neuen Raum gewinnbringend nutzt. Obwohl RONIN die rhythmischen und formalen Experimente mit motorischen Pulsen fortsetzt, stellt sich eindeutig ein Gefühl der „Ungezwungenheit“ ein. Bärtsch spricht von einem Gravitationssog seiner Themengeflechte: „In unserer Ästhetik versuchen wir nicht, offensichtliche Melodien als Themen in den üblichen Registrierungen zu verwenden, sondern Energiefluss aus den rhythmischen Balancen und verschiedenen ‚Themen‘ zu gewinnen, die das Ohr verführen. Dieses Mal geht es weniger um pulsierende Sound Patterns sondern vielmehr um melodische Entwicklungen – mit kleinen Melodien, die ihre eigenen Fugato- Energien ausbilden.“

Line Up : Nik Bärtsch, Piano, Fender Rhodes / Kaspar Rast, Drums / Andi Pupato, Percussion / Sha, Altosax, Bass-&Kontrabass Klarinette / Thomy Jordi, Bass

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