Donnerstag 16. September 2004

MICH GERBER

SPIELT DEN TRAUMBASS IM WIND

Der Berner Bassist Mich Gerber zaubert aus den vibrierenden Saiten seines 200 Jahre alten Holzkastens Geister und Gedanken hervor, wie sie einem in der abgrundtiefen Stille der Nacht heimsuchen. Dazu wird man von Gert St”ubles sanften Beats, Luk Zimmermanns verwehten Gitarren und Oli Kusters quirligen Key-boardkl”ngen wie von einer leichten Brise davongetragen. Und, pl–tzlich geht die Sonne auf: Die helle Stimme von JaÎl erhebt sich ¸ber den h¸geligen Pirouetten von Gerbers Bass und wirft ein gleissendes Licht auf die dunklen Klanglandschaften. Zweimal passiert das, und diese zwei Songs mit der Lunik-S”ngerin sind eine Sensation. ÑStop Cryingì verstr–mt ein zauberhaftes Licht, als ber¸hrten sich Himmel und Erde, Tag und Nacht. ÑYou Remainì ist eine Spur d¸sterer und trauriger, aber ebenfalls etwas vom Sch–nsten, was die Schweizer Popmusik je hervorgebracht hat. Mit den 2 Z¸ri West Musikern und 2/3 der Lunik Besetzung, verst”rkt durch den indischen Fl–tisten Sujay Bobade, bringt Mich Gerber, sein neues Album, in einer starken Besetzung zur Urauff¸hrung.

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