Samstag 27. November 2004

BLACK BAUDELAIRE

HEISSE MUSIKMISCHUNGEN ZWISCHEN AFRIKA UND SÜDEUROPA

Neues aus Barcelona

Black Baudelaire wurde Anfang 2003 in Barcelona durch Babakar Gaye (HipHop Autor und in Dakar, Senegal berühmter Sänger) und Stéphane Laidet (französischer Musiker und Produzent) gegründet. Während dieses Jahres komponierten und schrieben sie zusammen und schafften es bereits, dem Projekt eine starke Ausstrahlung zu verleihen. Drei weitere Musiker kamen am Ende des Jahres zur Band: Nico Boudou und Franck Fiedler (2 ehemalige Mitglieder der spanischen „Mestizo“ Band „Color humano“) sowie DJ Weas aus der Schweizer HipHop Szene. Sie begannen in namhaften Clubs Barcelonas und der gesamten iberischen Halbinsel aufzutreten.

Das Live-Set überrascht durch die progressive Einbeziehung verschiedenster Instrumente: ein neuer Style zwischen senegalesischen und französischen Beats,ein Trip zwischen Street Poetry und afrikanischen Märchen, gerappt auf Spanisch, Englisch, Arabisch und Wolof. In der Verbindung von Flamenco und Streetbeats, andalusischer, französischer und nordafrikanischer Musik zeigen sie die engen kulturellen Bindungen zwischen den Kontinenten auf. Black Baudelairelegen den lyrischen Finger an die Stelle, die das abgeschottete Europa am meisten schmerzt – sie fordern mit ihrer Strassenpoesie die Rechte von MigrantInnen ein. Sie drücken die Notwendigkeit aus, gerecht zu sein, um mit grösserer Stärke die Verhältnisse denunzieren zu können.

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