März 2010

THE PARTY IS OVER! GEWALT ORGIE ZUM MONATSENDE. EIN NACHBAR DER UNTRAGBAREN ART UND SONSTIGES AUS 3600 FUCK THIS TOWN ZUM FRÜHLINGSMONAT MÄRZ….

Eigentlich wollte ich über etwas schreiben, das mich die letzten Wochen sehr intensiv beschäftigt hatte: THE PARTY IS OVER ! Als Betreiber eines eigentlich gut eingeführten, allseits bekannten und anerkannten Kulturlokales mit  einem lebhaften Betrieb im und um das Haus, einem aktuellen Programm aus dem Hier und Jetzt, immer nah dran… musste ich spüren, das plötzlich gar nichts mehr geht, alles am Arsch zu sein scheint und zudem ganz klar wurde, das die fetten Jahre der Clubkultur definitiv vorbei sind.. The Party is over ! Das ist in erster Linie und leider als erstes im finanziellen Bereich in der vollen Härte spür und erlebbar, dort wo Realkultur herrscht, wo eine Rechnung mit Bargeld oder zumindest mit vorhandenem Geld bezahlt werden muss, wo Löhne ausbezahlt werden müssen, Künstlergagen, Hotels; Energierechnungen, Versicherungen und weis nicht was alles zum zahlen ansteht. Plötzlich  muss man die Rechnungen terminieren, weil es nicht für alles reicht, zuwenig Geld da ist um eine Nachzahlung der taumelnden Pensionskasse der Stadt Thun in der Höhe von 30`000.- Fr. zu bezahlen und für Dezember und Januarlöhne schon rückgestelltes Geld, das eigentlich als Sponsoring für das Festival AM SCHLUSS 10 vorgesehen war, eingeschossen werden musste. Ein harter Akt in einer Zeit wo Sponsorensuche Knochenarbeit ist oder fast verlorene Mühe. Nach dem dem Konzert mit Lee Everton + The Scrucialists am 9. Januar 2010 ging plötzlich gar nichts mehr, es herrschte tote Hose auf dem Set… gähnende Leere auf dem Dancefloor und in den Kassen. The Party is over ! Der Rest des Januars und der ganze Februar, mit Ausnahme der Regionaltonwoche, wurde im gleichen, öden, Drehbuch und in Schwarzweiss gedreht, es wurde ein Film der keine Golde Palme erhalten wird.

Am Sonntag 21. Februar verkauften wir zwischen 20 und 24 Uhr ganze 8 Getränke… 5x div. Mineral wasser, 1 Cafe, 1 Glas Wein und ein Bier… mit 2 Mitarbeitern, der ganzen Beleuchtung und einem DJ an den CD Playern, man muss es fast 2x lesen um es erfassen zu können… Dazu kommt noch, das wir mittlerweile fast noch der letzte Laden sind der am Sonntag offen hat, ausgenommen die 2 – 3 Esslokale die um 22 Uhr schliessen. Es wird so sein, das alle Menschen mittlerweile einen 24 Zoll Monitor mit allen erdenklichen medialen Optionen und Anschlüssen zuhause rumstehen haben und Mann/Frau in <Casual> ihre Adiletten amortisieren können… chli youtube, chli tschätte, vilecht findet me ja no am Sunntigabe dr Märliprinz im Netz… was auch immer es sein mag, es ist Realität und daraus kommt der Schluss: The Party is over! Niemand scheint mehr gute Musik in Direktzeit sehen und hören zu wollen, Tanzen…? was ist das? Und so kommt es, das man als Clubbetreiber plötzlich im falschen Film mitspielt, zwar in der Hauptrolle aber leider in dem Filme den niemand sehen will… Wie kommt es, dass quasi von einem Moment auf den anderen etwas, was schon 24 Jahre in allen erdenklichen Situationen existiert und diese lange Zeit überlebt hat, nicht mehr sein soll…???? Ist es ein vergrössertes Januarloch…??? ein Januarkrater oder ist es nachhaltend und somit Existenz bedrohend…???? So oder so.. zunehmend wird es zum Scheiss Kultur Geschäft wo man immer auf Qualität und Aktualität machen muss, ein gutes Programm am Start haben muss, das immer nur dann besucht und benutzt wird, wenn es gerade irgendwie passt, wenn gerade nichts Grösseres oder Spezielleres irgendwo stattfindet… und spezieller ist heute schon ein Fasnachtszelt mit 12 Bierhänen und 8 nervigen Guggenmusiken oder ein Skifest in Adelboden, Hauptsache flüssig und am Schluss Blau..!!!!

Die Geschichte der Musik ist beim massiv gesteigertem Musikkonsum den uns die digitalen Errungenschaften der letzten Jahre beschert hat, ganz auf der Strecke geblieben und wenn niemand mehr gute Musik erkennen kann, braucht es auch keine guten Musiker mehr auf Bühnen oder gute DJ`s mit Musikwissen an den Reglern, Menschen die für die Musik leben, nein, dann reicht ein Soundstick oder eine No Name CD mit irgendwelchen komprimierten, namenlosen Mp3 Dateien und das im Auto, im Kopfhörer, im Wohnzimmer, in der Bar, am Arbeitsplatz, zum Sport, zum Sex, beim Schiessen und beim Sound downloaden… alles ohne Geschichte, dafür in grosser Dichte. 75% aller Zugfahrer/innen in den Pendlerzügen sind verkabelt und somit auch nicht mehr für die Umgebung zugänglich. Um jemanden kennen zu lernen braucht es dann wieder die Chaträume in der virtuellen Welt, in denen Männer + Frauen

die ganzen Abende und die halben Nächte verbringen können um nicht alleine zu sein, weil alleine sein oder das Gefühl vom alleine zu sein, etwas ist, das den Menschen massiv bedroht.
Man könnte fast meinen: Nur Stämme werden überleben!!!

Eben, über genau dies alles wollte ich schreiben… an diesem Sonntag 28. Februar 2010, darüber, das ich mich manchmal so was von Verarscht fühle von all den kulturinteressierten
Mitbürgerinnen und Mitbürgern die uns hier im Ghetto dem Pöbel überlassen und Kultur lieber in geschützten und keimfreien Werkstätten ausserhalb Thuns konsumieren oder zumindest ausserhalb unseres Clubs. All die jenigen die Jahrelang ihr Fernbleiben mit dem Rauchen in unseren Räumen entschuldigten, kommen jetzt genau so nicht vorbei und das Rauchverbot entzieht uns dafür die Existenzgrundlage…. Ein grosser Teil der Krise ist ganz sicher dem Rauchverbot zuzuschreiben, ein Teil dem medialen Overkill und ein Teil dem Umstand, dass wir ein lebendiger Laden sind oder sein wollen. Eigentlich sollten wir mit unserem Bekanntheitsgrad genügend Publikum haben um unseren doch eher kleinen Club füllen zu können…Hueresiech.!!!!

Aber wie es so kommt, hat uns der Pöbel, in dem Fall die Stammgäste unseres  Stargastronomen, verblendeten Althippies, förderer von Sodom und Gomorra und Nachbarn Roberto Balmer vom <Chez Alpenrösli>, eingeholt! In der Nacht von Freitag 26. auf Samstag 27. Februar 2010, enterte ein Stosstrupp serbischer Faschisten aus Balmers Raucherzelt, kurz vor Feierabend unsere Disco und vollzogen eine Gewaltorgie, wie wir sie noch nie erlebt haben und wie wir sie nicht für möglich gehalten hätten. Das Ziel ihres Wahnsinns waren 4 Asylbewerber aus Eritrea und Somalia, die in unserem Keller zu ihrem geliebten Reggae Sound abtanzten. Schwarze sind für serbische Herrenmenschen nichts wert, die kann man abklatschen und es ist geil am Feierabend noch ein wenig Gewalt und Terror zu verbreiten, bevor Mann zuhause noch ein paar Vergewaltigunspornos zusammen mit der letzten halben Flasche Wodka und der letzten Linie Koks reinzieht… Hey, was luegsch mi a.?!!!!!!!! Die DJ`s blendeten den letzten Song aus, das Saallicht ging an, ein Mitarbeiter von uns öffnete die Notausgangtüre und da machte es wie auf Kommando Zack!! und es flogen Flaschen, es herrschte das Inferno des Terrors und als nach wenigen Minuten alles vorbei war, war leider nichts mehr wie vorher.

Die Disco war voller Scherben überall blutende Menschen, überall Blut. Ein Bild des Grauens. Später dann viele Krankenwagen, noch mehr Polizei und erstmals in der Geschichte von CAFE BAR MOKKA war die ganze Allmendstrasse gesperrt. Alle Mitarbeiter, die DJ`s und viele Gäste waren auf der Polizeiwache… in dieser Nacht wurden um die 50 Leute befragt, die Schläger festgenommen, die Opfer mit schwersten Verletzungen in die Insel gefahren. Die schweren Verletzungen sind Schädel-Hirntraumas, verursacht durch zig Schläge mit Flaschen auf die Köpfe und Fusstritte in die Köpfe der Opfer. MENSCHEN VERACHTUNG PUR!! Mitschuldig an dieser Wahnsinnstat ist ganz klar auch Roberto Balmer mit seinem illegalen Raucherzelt in dem er alle Idioten dieser Stadt ungehindert agieren liess und mit seiner Drogen- und Politik des nie Einschreitens. Roberto, The Party is over! Mache deine Höhle zu bevor es noch schlimmer kommt.

Das Zelt wurde zwar vom Gewerbeamt der Stadt Thun schon am 12. Februar per sofort als zu schliessen deklariert aber dies wurde von Regierunsstatthalter Fritschi verzögert und der versprochener Stichtag des Handelns, der Freitag 26. Februar 2010, wurde nicht eingehalten… Die Faschos setzten mit ihrer Tat dann durch, dass das Zelt am Samstag Mittag endlich verschwunden war. Das ist ein Skandal erster Güte und man muss sich ernsthaft überlegen, ob man nicht auch den Regierunsstatthalter der Beihilfe zu Schaden an Leib und Leben anklagen soll, weil er grobfahrlässig eine Sache verniedlichte, die schon Lange nicht mehr trag und tolerierbar war.

Liebe Leserinnen und Leser versteht ihr jetzt: THE PARTY IS OVER !!!
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Es grüsst euer amtliches Oberarschloch MC ANLIKER   MOKKATHUN