Januar 2012

DIE HÜTTE BRENNT, DER ABWART RENNT UND DIE FEUERWEHR VERPENNT… ALLES NUR EIN TRAUM, DIE WIRKLICHKEIT SIEHT ANDERS AUS..!!! EINE SCHREIBE ZUM JAHR 2012 AUS DEM BÜRO DES TANKWARTS UND MC

Es ging ja echt was ab in unserer Festhütte, in den Tagen des alten Jahres und am Silvester 11.
Love, Peace and Happyness war die Devise, Hunderte von Menschen, die zusammen eine gute Zeit hatten, zwischendurch zwar am Rande des Wahnsinns, aber warum nicht Tollhaus, wenn es so naheliegt. Das Jahr 2011 war ein Gutes, es war ein Jahr des Bodens Gewinnen und des sich finanziell Erholens… Es war aber auch ein Jahr des Dankes, denn noch nie wurde so viel Danke gesagt für unsere Arbeit wie im Jahr 2011 und das finde ich persönlich sehr, sehr schön. Viele Stunden sitzt man alleine im Büro und macht, was es zu machen gibt und das ist, wie immer, sehr viel, und da sind dann die vielen Dankeschön eine schöne Entschädigung und es hilft, den Sinn der Arbeit zu behalten. Es tönt jetzt alles ein wenig Esoterisch, es ist auch schwierig, das in Worte zu fassen… aber eigentlich will ich nur sagen: Liebe Freundinnen und Freunde der Club Kultur, wir sind auf dem richtigen Weg.. und zusammen schaffen wir alles! Danke für Euren Dank, Danke für die stete Berücksichtigung unseres Hauses und Danke für Eure Friedensfertigkeit.

Das neue Jahr  gehen wir an wie immer, aber sicher mit noch mehr Zuversicht … Die Musik Branche liegt  generell darnieder, schlechte Musik im Radio, in den Warenhäusern und in den Speichern der Wiedergabe-Medien, aber nur dort. Die Welt ist voll mit guter Musik, die aber leider keinen Weg zu den Konsumenten findet. Vorbei sind die Zeiten mit den Musik-Freaks in den Zeitungsredaktionen, vorbei die Zeit der missmutigen Plattenverkäufer, auf die man aber angewiesen war, weil sie wirklich etwas von guter Musik verstanden, und vorbei die Zeiten der heissen Radiosendungen vor und nach Mitternacht.. was bleibt, ist das unbewusste Musik hin und her Schieben, 25.000 Musikstücke und keine einzige CD-Hülle mehr.. wie sehen Zimmer von heute aus, wenn sich nicht mehr Bücher, Videokassetten, CD`s oder LP`s stapeln..??? Die Entwicklung der digitalen Medien geht darauf hinaus, dass alle Dateien auf Surfern ausgelagert sind und der Konsument einfach und immer per Knopfdruck die Schlagsahne abrufen kann… um den Rest kümmert sich eh niemand mehr. Es wird eine ungenaue und unpräzise Welt werden, wo der Mensch fast nichts mehr zu seinem Glück machen muss, als immer die neusten elektronischen Spielzeuge zu kaufen, die dann alles können, um den Mensch abzulenken, ihn süchtig zu machen, was dann <Glücklich machen> heisst.

Dabei wissen wir, dass Genauigkeit, Klarheit und Pünktlichkeit die halbe Miete ist und wer im Leben weiterkommen will, dies wissen muss.. Es ist nicht so, dass wir in einem Musik-Club andere Ansätze haben als in der restlichen Arbeitswelt, auch wenn das immer gedacht und so interpretiert wird. Nichts mit Freaky-Style und < chli Easy u de mau luege u,.. i weis nid was du hesch..?? I maches de scho..!!!> Nein, das Club-Leben ist kein Spielplatz für Schlaftabletten, definitiv nicht. Wir können auf ewig ein angesagtes Haus bleiben, müssen aber immer schön die Balance zwischen Nehmen und Geben spüren, menschlich sein und immer im Sinne unserer Gäste handeln. Die grosse Abzocke lag mir aber zum Glück nie und Geld war immer das Mittel zum Zweck. Klar ist: Geld ist sexy und viele Menschen, die nie mit Bargeld zu t(h)un haben, ausser sie ziehen es aus dem Geldautomaten, können sich gar nicht vorstellen wie das ist, einen Schreibtisch voller 20er, 50er, 100er Noten zu haben und die Teile amtlich zu sortieren und dann auf der Bank zu <entsorgen>… Es gibt mir ein beruhigendes Gefühl, weil man ja auf der anderen Seite mit diesem Geld die vielen Ausgaben begleichen muss, die ein Club hat. Klar ist Geld auch sehr unappetitlich, schmuddelig und nach dem Sortieren von Geld ist es jeweils ein grosses Bedürfnis, sich die Hände zu waschen…  aber eben: Geld kann man nicht essen, Punkt fertig.

Dazu noch Worte zum Januar 2012 aus dem grössten Dorf der Schweiz, aus Zureich, wo der Inselwirt Viktor Bänziger vom El Lokal an der Sihl jeweils grosses Kino veranstaltet und dafür auch den (kleinen ) Zürcher Kulturpreis 2011 erhielt, aber Hoppla…..
Im Januar, im Januar, isch alles stif + staarr.. Habt Ihr’s auch gelesen? Mariachi-Musik wurde ins Weltkulturerbe aufgenommen. Das ist zwar super, denn wir lieben diese wunderbare Liebenden
Musik; aber wo wird diese MOMA- Museumswelt enden, wenn alles Weltregierungs= monogloballokal geschützt werden muss? Die Welt ein einziger Nationalpark, in den Berlusconis Erben weiter Abfall abladen können. Wer knarrt den ganzen Dräck dahin? Von wo? Und wer bezahlt & überwacht das alles? Die Weltregierung? Oder Sepp Blatter, der unbestechliche Scheffguru? Des Teufels Advokat samt Presseheini? Jo heilanzack! Wer will da noch drauskom= men, was GUT + was BÖSE ist. – Tempis: Wir jedenfalls bringen NUR GUTES auf die allerletzte Herzensinsel…

Schöne Worte, Herr Bänziger.. weiter so!! Die Zukunft gehört den Romantikern und denen, die das Herzblut einsetzen bei ihrer Arbeit für eine bessere Welt. Das sind im Moment leider fast nur alte Säcke wie Bänziger, Anliker und so. Hätte aber jede Stadt so einen alten Sack mit dem Durchhaltewillen eines Dinosauriers, hätten wir doch die Zuversicht auf viele belebte Inseln im grossen Meer der seichten und beschissenen Unterhaltung.

Das erste Musikprogramm des neuen Jahres bringt eine Fülle von regionaler Musik auf unsere Bühne. Es gibt die COTTON MAFFIA mit PETER SARBACH als Gast, im ersten Wochende und am Samstag 14. Januar 2012 eine Show mit dem gebürtigen Thuner Blueser PHILIPP FANKHAUSER im legendären BÄRENSAAL im Dürrenast. In der letzten Januar Woche heisst es dann wieder: MOKKA REGIONALTONWOCHE 2012. Der Anlass wurde Anfang der 90ziger Jahre erstmals durchgeführt und wird auch in diesem Jahr nach altbewährten Kriterien durchgezogen. Es ist kein Wettbewerb, kein Kontest, es gibt keine Sieger, keine Verlierer, es gibt 20 Minuten Showtime für alle und dies unter den gleichen Bedingungen für alle. Zusammen essen, zusammen Lampenfieber haben und sehen, dass Mann und (eher selten) Frau nicht die Einzigen sind, die hier in der kleinen Stadt Musik machen. Früher war dieser Anlass ein Muss für alle Musikfans in der Region, und wir hoffen, dass dies so bleibt und auch die Ausgabe 2012 gut besucht ist.

Das weitere Programm bis Sommer 2012 ist in Bearbeitung, ein Teil ist schon gebucht und anderes wird sich in den nächsten Tagen und Wochen ergeben. Täglich werden hier im Mokka- Büro 10-20 Bands angehört und der rege Mailverkehr mit den Agenturen der angebotenen Bands ergibt dann das Programm. Viel Alchemie, viel Bauchgefühl und noch mehr Erfahrung sind der Schlüssel zu dem, was wir Euch dann anbieten, quasi zum Endprodukt. Wir werden den Kuchen nicht besser backen können als bis anhin, vielleicht werden wir aber Zucker weglassen und dafür Zimt und Nüsse reinpacken, was sicher allen besser bekommen wird. Der Kuchen wird aber lecker wie immer werden, und davon zu naschen, wird auch im neuen Jahr ein Erfolgserlebnis auslösen. Glückliche Menschen leben länger und sind weniger krank, das beweisen wissenschaftliche Untersuchungen und das spürt man auch, ohne Wissenschaftler zu sein. In der Zeit der virtuellen Kommunikation ohne Realem gegenüber sind wir mit unserer OLD SCHOOL Adrenalin-Tankstelle gut positioniert und die Art des Menschen kennen wir auch in- und auswendig… da kann doch fast nichts mehr schief gehen.. oder muss der Chief gehen?

Unsere geliebte SPACEBAR im 2. Stock unseres Hauses wird die trümmligen Monate Januar und Februar jeweils Freitag und Samstag geöffnet sein.. dort, in diesem abgefahrenen Raum mit der ewig drehenden Riesen-Spiegelkugel, ist man näher am Himmel und kann die Botschaften aus dem Jenseits klarer empfangen…. Hallo Hasy… und bis man wieder festen Boden erreicht, kann man sich im Spiegel ein Bild seiner selbst machen, was nicht immer empfehlenswert ist… Manchmal denkt man besser: Wow, ich sehe sicher toll aus.. auch wenn man genau weiss, dass man mit Filmriss nicht wirklich eine Falle macht, schon gar nicht, wenn die Galle lacht oder die Qualle wacht… Ihr seht, jede Art von Arbeit kann dem Hirn schaden.. auch schreiben ist davon nicht ausgenommen.. der MC scheint auf den Hund gekommen, obwohl er nicht benommen.. vielleicht ist es einfach zu früh im Jahr und da ist immer alles noch so klar.. zu klar, zu wahr, was solls.

FREUET EUCH AUF EIN SCHÖNES JAHR 2012, GEHT ES GELASSEN AN.. ES KOMMT NOCH FRÜH GENUG DER WAHN… LIEBE GRÜSSE AUS DER KLEINEN STADT AM FUSSE DER GROSSEN ALPEN SCHICKT EUCH EUER MC ANLIKER, TANKWART ADRENALINTANKSTELLE MOKKA THUN