Samstag 08. Dezember 2012

FREDDY FISCHER + COSMIC ROCKTIME BAND

DISCO BEAT + SOUL KAPELLE AUS BERLIN

Wer mit FREDDY FISCHER und seiner COSMIC ROCKTIME BAND noch nicht so recht vertraut sein sollte, braucht vielleicht doch erst ein paar Stichworte. Orientierungshilfen. Da hört man also einen Jazzrock, den es aber geradewegs auf den Tanzboden zieht. Und Disco. Auch diese lässige Eleganz der Lieder, die Manfred Krug mal gesungen hat in den Siebzigern und damit selbst die DDR etwas Swing schenkte, wenigstens für einen Moment. Und jetzt vielleicht noch eine weitere Glitzerkugel voll Disco dazu. Das steckt man dann alles in einen schicken Smoking, und schon steht da ein FREDDY FISCHER da…

Aber so einfach ist es dann doch nicht, sonst würde man nach diesem Rezept so eine schmissige Unterhaltungsmusik ja an jeder Straßenecke hören, wo sich dann überall so ein FISCHER herumtreibt, dass man gleich einen Chor voll davon hätte und nicht nur den einen FREDDY. Die Musik hat jedenfalls Groove, und auch auf dem neuen Album orgelt FREDDY FISCHER wieder derart mit Lust, dass ein Keith Emerson nur beleidigt zur Seite schauen würde und Brian Auger anerkennend ein Auge lupfen und das andere gleich mit dazu, weil er ja gehört hat, dass er ihm nichts mehr vormachen kann an den Tasten. Und die Musik ist tight. Soul und Discokugel. Sie glitzert, diese Musik, und macht nur genau so viele Noten, die man braucht, um die Menschen auch auf die Tanzfläche zu pumpen. Und dann singt dieser  FREDDY FISCHER auch noch und immer wieder von der Liebe, und so eine Zeile wie „Du bist meine Liebe, und ich lieb’ dich so“ muss man sich ja erst ein! mal trauen. Aber FISCHER macht das einfach, und das mag man jetzt Jazzrockdisco nennen, mit dem es sich allerdings so verhält wie bei den Filmen von dem maulfaulen Finnen Aki Kaurismäki, sentimental und doch auch warm und wahr.

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